| Das Jahr 2000 | ![]() |
Am 1. März 2000 erschien in der Berliner Morgenpost der nachfolgende Zeitungsartikel.
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Artisten und Kraftsportleraus der 103-jährigen
Vereinsgeschichte des KTV-Sparta
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Am 20. September 1896 fanden sich einige Jugendliche zusammen und gründeten den Kraftturnverein (KTV) Jugendkraft III unter der Losung, den Schwerathletiksport, das Kraftturnen und den Artistiksport zu betreiben. Als Mitglied wurde nur aufgenommen, wer 18 Jahre alt war und 75 Pfund einarmig zur Hochstrecke brachte. Eine Sporthalle hatte man nicht, trainiert wurde in einem Übungslokal und Geräte wie Hanteln und Matten wurden von den Mitgliedern in Handarbeit gefertigt. Der Klub entwickelte sich langsam, und im Jahre 1900 wurde der Name in KTV Sparta 1896 geändert, der heute am Buckower Damm trainiert. Gleichzeitig trat der Verein dem damals bestehenden 1. Athleten und Artistenverband Berlins und Umgebung als Mitglied bei. Als zusätzliche Disziplin wurde der Griechisch- Römische Ringkampf aufgenommen. 1906 kam noch der olympische Fünfkampf dazu. Mitte der 20-er Jahre erreichte der Klub in der Deutschen-Kraftsportmeisterschaft zweimal den zweiten und einmal den dritten Rang. Auf Grund der sportlichen Leistungen stieg die Mitgliederzahl, man fand einen größeren Übungsraum, es wurde gezielter trainiert, die Erfolge bei Wettbewerben mehrten sich und der KTV erlangte großes Ansehen. Aus der Artistikabteilung entwickelten sich von nun an auch Berufsartisten, darunter Walter Seipelt, der in Amerika aktiv war. Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges war Sparta einer der führenden Berliner Schwerathletik- Klubs. Dann brach der Betrieb zusammen, und erst 1949 wurde der KTV neu gegründet. Damals änderten sich auch die sportlichen Schwerpunkte. In diesem Zeitraum hatten die Mannschaften und einzelnen Wettkämpfer gute Erfolge zu verzeichnen. In den 80-er Jahren wurde man Berliner Mannschaftsmeister im Gewichtheben und dreimal Mannschaftsmeister im Kraftdreikampf. Sparta stellte in diesem Zeitraum 13 Norddeutsche, drei Deutsche Einzelmeister und den Europameister Hans Phillip, sowie unzählige Berliner Titel. In den letzten Jahren hat man sich mehr und mehr auf den Fitness-Kraftsport, den Kraftdreikampf -Kniebeuge mit Gewicht, Bankdrücken, Kreuzheben - und besonders auf die Jugendarbeit konzentriert. An guten Kraftsportmaschinen und unter fachkundiger Anleitung wird trainiert. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit zu steigern und vor allem die Gesundheit nicht durch Überlastung zu gefährden, sondern planvoll zu fördern. Kraftsport ist nicht mit Bodybuilding zu verwechseln. ,,Wenn man die Muskulatur aufbaut und stärkt, wird der ganze Knochenapparat stabilisiert, man ist im Alltag leistungsfähiger und der Körper ist vor Gelenk- und Knochenschäden besser geschützt." ,,Viele Leute werden mit der Zeit naturgemäß immer unbeweglicher, und ganz besonders die Büroarbeiter leiden an den sogenannten Zivilisationskrankheiten, wie Wirbelsäulenschädigungen und Gelenkproblemen", erklärt Gerd Weise, erster Vorsitzender des KTV.
Besonders effektiv sei diese Sportart für Ältere. Für die Aktiven wird ein schriftliches Trainingsprogramm erstellt sowie Leistungskontrollen durchgeführt und das für kleine Mitglieds-Beiträge von sechs bis 15 Mark. Besonders der Fitnessbereich finde großen Anklang weil er "in" sei und die Beiträge gering sind. Weil zum Kraftsport auch die richtige Ernährung gehört, werden auf Wunsch auch dafür individuelle Pläne erstellt. Überhaupt legt man Wert auf sportlichen Gemeinsinn, der sich darin ausdrückt, dass Vorschläge der Mitglieder möglichst umgesetzt werden. Wer den Kraftsport kennen lernen möchte, kann ab 14 Jahren am Probetraining teilnehmen. Eine Altersbegrenzung nach oben gibt es nicht.
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